Wochenbettpsychose: Experten fordern eine eigene Kategorie im DSM
Postpartum Support InternationalNicole Cirino, MD, war Mitautorin einer Konsenserklärung, in der empfohlen wird, die Wochenbettpsychose als eigene Kategorie psychischer Erkrankungen im DSM-5 und ICD 11 einzustufen.
PSI Nicole Cirino, MD, Vorstandsvorsitzende, Fakultätsmitglied und Mitglied der Arbeitsgruppe für postpartale Psychose, ist Teil eines internationalen Expertengremiums, das sich für die Klassifizierung der postpartalen Psychose einsetzt.
Die Konsensus Aussage Diese Zusammenfassung fasst wissenschaftliche Erkenntnisse zusammen, die die Wochenbettpsychose als eigenständige psychische Erkrankung innerhalb des bipolaren Spektrums belegen. Eine korrekte Klassifizierung verbessert die Erkennung und Behandlung und kann somit Leben von Müttern und Babys retten.
Die Wochenbettpsychose ist eine schwere psychische Erkrankung, von der schätzungsweise 2.6 von 1,000 Frauen nach der Geburt betroffen sind. Zu den Symptomen zählen Manie, Depression mit psychotischen Symptomen, Denkstörungen, Unruhe und Reizbarkeit. Unbehandelt kann die Erkrankung dazu führen, dass Frauen Suizid begehen oder ihr Kind töten. Sie gilt als psychiatrischer Notfall und erfordert häufig eine stationäre Behandlung.
Die Erkrankung gilt aufgrund ihres schnellen Beginns und ihrer charakteristischen Symptome als eine der am leichtesten erkennbaren psychischen Erkrankungen bei Frauen, wird aber in zwei wichtigen Nachschlagewerken für die medizinische Behandlung und Abrechnung nicht anerkannt: dem Diagnostischen und Statistischen Handbuch Psychischer Störungen, oft DSM-5 genannt, und der Internationalen Klassifikation der Krankheiten.
Die Konsenserklärung in der wissenschaftlichen Zeitschrift Biological Psychiatry Beinhaltet einen vollständigen Überblick über die psychiatrische Literatur zur Wochenbettpsychose.
Veerle Bergink, Schahram Akbarian, Nancy Byatt, Prabha S. Chandra, Nicole Cirino, Paola Dazzan, Lot De Witte, Arianna Di Florio, Clare Dolman, Ian Jones, Astrid Kamperman, Behrang Mahjani, Samantha Meltzer-Brody, Trine Munk-Olsen, Sarah Nagle-Yang, Lauren M. Osborne, Natalie Rasgon, Thalia Robakis, Harish Thippeswamy, Simone N. Vigod, Jennifer L. Payne.
Postpartale Psychose und bipolare Störung: Überblick über die Neurobiologie und Expertenkonsens zur Klassifizierung, Biological Psychiatry, 2025, ISSN 0006-3223, https://doi.org/10.1016/j.biopsych.2025.10.016.
(https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0006322325015367)
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