5 Wege zur Heilung nach einem traumatischen Geburtserlebnis
Von Lauren Hunter, LCSW, PMH-C
Die Geburt, von der Sie geträumt hatten, war nicht die, die Sie durchgemacht haben. Das ist wirklich schmerzlich. Ob Sie einen Notkaiserschnitt hatten, dachten, Sie oder Ihr(e) Baby(s) würden während oder unmittelbar nach der Geburt sterben, einen Aufenthalt auf der Neugeborenenintensivstation überlebt haben oder sich zu früh von Ihrem Engel verabschieden mussten – wir bieten Ihnen die Unterstützung und liebevolle Begleitung, die Sie verdienen.
In diesem Artikel entdecken Sie fünf traumainformierte, klinisch fundierte Techniken, um Ihren Verarbeitungs- und Heilungsprozess zu beginnen, sowie vertrauenswürdige Ressourcen für die Unterstützung nach der Geburt.
Geburtstraumata kommen häufiger vor, als Sie vielleicht denken
Eine traumatische Geburt kann bleibende emotionale und psychische Folgen haben. Ob medizinische Notfälle, Kontrollverlust, das Gefühl, von den Ärzten abgewiesen zu werden, oder Angst um Ihre Sicherheit oder die Ihres Babys – die Folgen können Ihr Wohlbefinden nach der Geburt stark beeinträchtigen.
Untersuchungen zeigen, dass jede dritte Gebärende ihre Geburt als traumatisch empfindet und 1–3 % anschließend eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) entwickeln.¹
Obwohl dies so häufig vorkommt, leiden viele Menschen still und ohne traumatisierte Unterstützung. Geburtstraumata sind real – und Ihre Heilung ist wichtig.
Überlebende eines Geburtstraumas erleben oft solche Verzweiflung und Angst, dass es schwierig sein kann, den nächsten richtigen Schritt zur Verarbeitung des Erlebten für sie und ihr Baby zu finden. Im Folgenden finden Sie fünf evidenzbasierte, einfühlsame Schritte, die Ihnen helfen, ein traumatisches Geburtserlebnis zu verarbeiten und sich davon zu erholen.
1. Erkennen Sie an, dass Ihre Erfahrung traumatisch war
Traumata sind subjektiv. Was sich für Sie traumatisch angefühlt hat, ist gültig, auch wenn andere es nicht verstehen.
Versuche dies:
Nehmen Sie sich 10–15 Minuten Zeit, Ihre Geburtsgeschichte aufzuschreiben oder aufzunehmen, um die Fakten Ihres Erlebnisses zu verarbeiten, da viele vergessen oder verschwommen sein könnten. Beachten Sie die folgenden Hinweise:
– „Der Moment, in dem ich mir Sorgen machte, dass es meinem Baby/mir nicht gut gehen würde, war …“
– „Ich fühlte mich machtlos, als…“
– „Ich kann nicht aufhören, daran zu denken…“
2. Suchen Sie Unterstützung bei einem Therapeuten für perinatale psychische Gesundheit
Ein Gespräch mit einem auf perinatale psychische Gesundheit spezialisierten Therapeuten mit Erfahrung im Bereich Trauma kann einen bedeutenden Beitrag zu Ihrer Genesung leisten.
Fang hier an:
Verwenden Sie das PSI Verzeichnis um einen zertifizierten PMH-C-Anbieter in Ihrer Nähe zu finden und ein erstes Beratungsgespräch zu vereinbaren.
3. Stellen Sie die Sicherheit Ihres Körpers mit Erdungstechniken wieder her
Traumata trennen uns oft von unserem Körper. Einfache, tägliche Erdungsübungen können ein Gefühl von Vertrauen und Sicherheit wiederherstellen.
Versuchen Sie Folgendes (5-minütige Erdungsübung):
– Setzen Sie sich mit flach auf den Boden gestellten Füßen hin.
– Nennen Sie 5 Dinge, die Sie sehen können, 4, die Sie berühren können, 3, die Sie hören, 2, die Sie riechen, 1, das Sie schmecken.
4. Setzen Sie Grenzen beim Teilen Ihrer Geburtsgeschichte
Du bist niemandem eine Erklärung schuldig. Deine Geschichte noch einmal zu erzählen, bevor du dazu bereit bist, kann sich überwältigend oder sogar erneut traumatisierend anfühlen.
Versuche dies:
Üben Sie das Setzen von Grenzen mit Sätzen wie:
– „Ich bin noch dabei, es zu verarbeiten, und bin noch nicht bereit, darüber zu sprechen.“
– „Danke für die Nachfrage – ich habe Probleme und weiß es zu schätzen, dass du nach mir schaust. Ich melde mich, wenn ich bereit bin zu reden.“
5. Fordern Sie Ihre Geschichte zurück und schaffen Sie Bedeutung
Heilen bedeutet nicht Vergessen – es bedeutet, einen Weg zu finden, Ihre Geschichte mit etwas mehr Frieden im Herzen weiterzutragen.
Bedenken Sie:
– Schreiben Sie einen Brief an Ihr früheres Ich
– Zünden Sie eine Kerze an, um Ihr Überleben zu ehren
– Schaffen Sie Kunst, die Ihre Belastbarkeit widerspiegelt
Sie sind nicht allein – es gibt Unterstützung
Sie müssen diesen Weg nicht alleine gehen. Heilung ist möglich, und Ihnen steht einfühlsame Unterstützung zur Verfügung.
Vertrauenswürdige Ressourcen zur Genesung von Geburtstraumata
Postpartum Support International (PSI): https://www.postpartum.net
PSI Therapeutenverzeichnis: https://www.psidirectory.com
Die Birth Trauma Association (Großbritannien): https://www.birthtraumaassociation.org/
Internationales Kaiserschnitt-Aufklärungsnetzwerk (ICAN): https://www.ican-online.org
March of Dimes: https://www.marchofdimes.org/
Wenn Sie in einer Krise stecken
- Hotline für die psychische Gesundheit von Müttern (USA): 1-833-943-5746 (24/7)
- Krisentextzeile: Senden Sie eine SMS mit dem Text „HOME“ an 741741
- Notfall: Rufen Sie 911 an oder gehen Sie zum nächstgelegenen Krankenhaus
Zitat
Yildiz, PD, Ayers, S., & Phillips, L. (2017). Die Prävalenz der posttraumatischen Belastungsstörung in der postpartalen Phase: Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse. Journal of Affective Disorders, 208, 634–645.
https://doi.org/10.1016/j.jad.2016.10.009
Perinatale psychische Gesundheit: Anzeichen, Symptome und Behandlung







